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Authentizität
 Durch Bewegungserfahrungen im Bereich des kinästhetischen Körperkonzepts, das heisst über das sensomotorische Bewegungssyndrom macht sich das Selbst mit sich und der Umwelt vertraut. Über den Tastsinn und/oder die Tiefensensibilität werden die jeweiligen Berührungsflächen und Positionen des Körpers kinästhetisch registriert. Dabei fördert der motorische Widerstand die spürbare Wahrnehmung der Körpergrenzen und ermöglicht zwischen Selbst und Nicht-Selbst, Körper und Nicht-Körper zu unterscheiden. Dieses authentische Selbstempfinden ist die primäre Quelle der Subjektivität. Es fördert "die immanente Gewissheit ..., dass der eigene Körper der Urheber leiblicher Empfindungen ist, und dass diese darüber hinaus der Befindlichkeit der eigenen Person entsprechen. Die Authentizität der eigenen Beständigkeit erstreckt sich zugleich im Sinn der Vertrautheit auf die subjektive Rezeption des anderen und der Umgebung".
(Rick 1996, S 81) Die Unfähigkeit, die kinästhetischen Bewegungserfahrungen als authentische Wahrnehmung der eigenen Person zu erleben, ist charakteristisch für Autismus. (Ursula Lischke in iba-news Nr. 4).
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Bewegungsanalyse, Methode Cary Rick
 In der Bewegungsanalyse wird Bewegung als Handlung des Körper aufgefasst, die sich auf das Körperkonzept, d.h. die vorwiegend unbewusste Vorstellung vom eigenen Körper gründet. Bewegung ist also weder als Verhalten noch als unmittelbarer körpersprachlicher Ausdruck von Gefühlen zu verstehen, sondern kann immer nur im Kontext der Persönlichkeit begreifbar werden. Die innere Vorstellung, die ein Mensch von seinem Körper hat, prägt die individuelle Art und Weise, sich zu bewegen, also sich motorisch auf die Umwelt zu beziehen, d.h. zu handeln. So ermöglicht umgekehrt die Analyse der individuellen Bewegungsgewohnheiten den Zugang zum unbewussten Körperkonzept des Sich-Bewegenden. Im bewegungsanalytischen Prozess werden die Handlungsweisen des Bewegungsapparates anhand motorischer Kriterien wie mobilisieren, beziehen, stützen, koordinieren, regulieren erfasst und in einem standardisierten Zeichensystem (Rick, 1996) notiert. Als Kern der Motivation gilt in der bewegungsanalytischen Theorie der Impuls zur Bindung. Demnach gründet sich das bewegungsanalytische Verstehen auf einen intersubjektiven Prozess, der sich als komplexes Beziehungsgeflecht zwischen zwei Subjekten darstellt. (Ursula Lischke in iba-news Nr. 1).
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Bewegungsanalytischer Konflikt
 Ein Konflikt im Körperbild zeigt sich in der Motorik. Am deutlichsten sichtbar wird das, wenn der Analysand immer wieder dieselben Bewegungen macht, - bewegungsanalytisch gesprochen - wenn er in einem Bewegungssyndrom verharrt. Das heisst, dass unbewusst bestimmte Handlungsalternativen vermieden bzw. Bewegungssyndrome zurückgehalten werden. Es kann aber auch sein, dass jemand von sich aus entdeckt, dass bestimmte Ressourcen des Körperbilds nicht verfügbar sind. Diese mangelnde Verfügbarkeit ist der Konflikt, der als ein "Entweder-Oder-Empfinden" in bezug auf Handlungsalternativen erlebt wird. (nach Cary Rick in iba-news Nr 6).
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Bewegungssyndrom
 In der Methode der Bewegungsanalyse wird anhand standardisierter Kriterien zur Beobachtung der Motorik das persönliche Bewegungsprofil erstellt, das als Instrument der Diagnostik und Intervention dient. Dieser motorischer Befund macht Bewegungssyndrome sichtbar, die Aufschluss über die Konflikte in der Vorstellung vom eigenen Körper, dem Körperbild, geben. Das Körperbild konstituiert sich aus der unbewussten Synthese von Erfahrungen, die kinästhetischer, formaler, funktionaler und geschlechtlicher Natur sind und die sich durch jeweils unterschiedliche motorische Phänomene umsetzen. Unter Bewegungssyndromen sind also spezifische Konstellationen motorischer Phänomene zu verstehen, die sich als spezifische Konflikte in der Auffassung vom eigenen Körper und damit im Selbstempfinden diagnostizieren lassen. (Ursula Lischke in iba-news Nr. 2).
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Diagnostik
 Der diagnostische Fokus in der Bewegungsanalyse ist das Körperbild. Zwischen dem Bewegungspotential einer Person und ihrer Auffassung vom eigenen Körper besteht ein unmittelbarer Zusammenhang. Diese Verbindung von sichtbarer Körpermotorik und nicht sichtbarem Körperbild ist Gegenstand der bewegungsanalytischen Diagnostik. Der Zugang zur Persönlichkeit erschliesst sich über die Körperbewegung. (Nach Cary Rick in iba-news Nr. 6).
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Formales Körperkonzept
 Das formale Körperkonzept konstituiert sich aus dem interaktiven Bestreben nach Identifikation durch körpermotorisches Erleben. Durch das Aufgreifen von Gesten und/oder Körperstellungen wird in Beziehung mit dem Anderen die Erfahrung von Gemeinsamkeit gefördert. In der Vorstellung vom eigenen Körper ist die Präsenz des formalen Körperkonzepts für das Erleben von Intimität bestimmend. (Ursula Lischke in iba-news Nr. 3).
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Funktionales Körperkonzept
 Das funktionale Körperkonzept konstituiert sich aus dem interaktiven Bestreben nach Individualität bzw. Autonomie durch handlungsmotorisches Erleben. Durch die Bewegungshandlung wird im Dialog mit anderen die Erfahrung der Eigenständigkeit gefördert. Die Beteiligung des funktionalen Körperkonzepts ist in der Vorstellung vom eigenen Körper für das Erleben von Komplementarität bzw. Autorität bestimmend.
(Ursula Lischke in iba-news Nr. 3).
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Geschlechtliches Körperkonzept
 Das geschlechtliche Körperkonzept konstituiert sich aus dem interaktiven Bestreben nach Verwandtheit durch psychomotorische Bewegungserfahrungen. Die adäquate Internalisierung von kinästhetischen, formalen und funktionalen Aspekten des eigenen Körpers gewährt in der Verbundenheit mit anderen die Fähigkeit, die vielfältigen Aspekte von Beziehung adäquat zu gestalten. In der Auffassung vom eigenen Körper ist die Präsenz des geschlechtlichen Körperkonzepts für das Erleben von Integrität bestimmend. (Ursula Lischke in iba-news Nr. 3).
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Handlungsmotorisches Bewegungssyndrom
 Das handlungsmotorische Bewegungssyndrom ist die Bewegungsressource für das funktionale Körperkonzept, unterstützt durch die komplementären und initiativen Interaktionen: In der komplementären Bewegungsbeziehung ergänzt der eine Partner die Bewegungen des anderen durch Polarisieren oder Kooperieren, im initiativen Beziehen werden Führen und Folgen bestimmend. Durch Lokomotion, Koordination und das Regulieren des Kraftaufwands wird die Bewegung als Medium der Handlung deutlich, der Körper als Handelnder erlebt. (Ursula Lischke in iba-news Nr. 2).
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Integrität
 Das Erleben von Integrität vermittelt sich durch das psychomotorische Bewegungssyndrom, also durch Bewegungserfahrungen im Bereich des geschlechtlichen Körperkonzepts. Dieses setzt die Verfügbarkeit über die kinästhetischen, formalen und funktionalen Aspekte des Körperbilds voraus. Der Prozess der Identifizierung mit diesen Teilaspekten impliziert auch Kernerfahrungen, die sich auf das eigene Geschlecht beziehen und somit die Heranbildung der geschlechtlichen Identität unterstützen. Erst durch die Festigung des geschlechtlichen Körperkonzepts in der Adoleszenz wird das selbstverständliche Erleben von Integrität möglich, also "die unterschiedlichen Aspekte der eigenen Identität handelnd umzusetzen und dadurch zu bestätigen" (Rick, S 87.) (Ursula Lischke in iba-news Nr. 4).
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Intimität
 Die Erfahrung von Intimität wird durch das formale Körperkonzept ermöglicht, also über das körpermotorische Bewegungssyndrom. Durch Bewegen bzw. Innehalten verschiedener Körperpartien und/oder Stellungswechsel verändert sich die körperliche Erscheinung. Deren formale Erfassung wird durch die reproduktiven Interaktionen, bei denen Bewegungen gleichzeitig bzw. zeitversetzt vom anderen wiederholt werden, unterstützt. In der Widerspiegelung der eigenen Gesten und Haltungen erlebt das Selbst durch den anderen eine Gemeinsamkeit, deren Spezifikum die "Bezogenheit eines kohärenten Kern-Selbst auf einen kohärenten Kern-Anderen" ist. (Rick 1996, S 83.) Die Erfahrung von physischer Intimität ist die Voraussetzung für das Empfinden von Verbundenheit. Fehlt die Fähigkeit, Widerspiegelung als intim zu erleben, so reduziert sich die Wahrnehmung von sich und anderen auf die Formalität der körperlichen Erscheinung, wie sie für schizophrene Erkrankungen charakteristisch ist. (Ursula Lischke in iba-news Nr. 4).
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Intimitätskonflikt
Die chronifizierte Unfähigkeit, sich im Kontext einer Begegnung emotional zu verbinden, ist für die schizophrenen Erkrankungen typisch. Die Erscheinungen von Selbst und Anderen gleichen formalen Wahrnehmungen. Das heisst, der Schizophrene kann mit den Erscheinungen von sich selbst, als auch von anderen nicht intim werden. (Cary Rick in iba-news Nr. 6). |
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Das Körperkonzept
Die Verkörperung der Persönlichkeit
 Nach der Theorie der Bewegungsanalyse konstituiert sich die Vorstellung vom eigenen Körper aus der unbewußten Synthese von kinästhetischen, formalen, funktionalen und geschlechtlichen Lebenserfahrungen. Daraus entfalten sich die ebenso bezeichneten vier Teilkonzepte, durch die sich der Mensch verkörpert. Sie bleiben als eine wesentliche Ressource der Persönlichkeit ein Leben lang wirksam. Das Körperkonzept ist die "Matrix eines dynamischen Prozesses von Impuls, Verdrängung und Kompensierung, in dem einzelne Konzepte vorübergehenden oder definitiven Vorrang in der Auffassung vom eigenen Körper einnehmen, während andere der Verfügbarkeit entzogen sind" (Rick 1996, 79). Die einzelnen Körperkonzepte manifestieren sich aus einem interaktiven Bestreben, das sich durch eine spezifische Konstellation motorischer Phänomene, das Bewegungssyndrom umsetzt. (Ursula Lischke in iba-news Nr. 3).
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Kinästhetisches Körperkonzept
Das kinästhetische Körperkonzept konstituiert sich aus dem interaktiven Bestreben nach Orientierung durch sensomotorische Bewegungserfahrungen. Durch die Berührung fördert die "greifbare Nähe" die Vertrautheit mit dem Selbst, dem Anderen sowie mit der unmittelbaren Umgebung. Die Beteiligung des kinästhetischen Körperkonzepts ist in der Vorstellung vom eigenen Körper für das Erleben von Authentizität bestimmend. (Ursula Lischke in iba-news Nr.3). |
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Körpermotorisches Bewegungssyndrom
 Das körpermotorische Bewegungssyndrom ist die Bewegungsressource für das formale Körperkonzept: Die reproduktiven Interaktionen, bei denen die Bewegungen des einen gleichzeitig bzw. zeitversetzt vom anderen wiederholt werden, unterstützen die formale Erfassung der körperlichen Erscheinung, die sich durch Bewegen bzw. Innehalten verschiedener Körperpartien und/oder Stellungswechsel verändert. (Ursula Lischke in iba-news Nr. 2).
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Komplementarität & Autorität
 Unter Komplementarität und Autorität werden die Aspekte des Selbsterlebens verstanden, die sich durch Bewegungserfahrungen im Bereich des funktionalen Körperkonzepts einstellen. Über das handlungsmotorische Bewegungssyndrom konstituiert sich die Einschätzung des eigenen sowie das Handlungspotentials des Anderen und damit das Erleben vom anderen separiert zu sein. Damit entsteht ein intersubjektives "Beziehungsgeflecht, in dem die Intentionen des Selbst von den Intentionen des Anderen im Selbstempfinden als unterschiedlich erlebt werden können" (Rick 1996, S 85.) Dieser Modus, in dem sich zwei Personen handelnd aufeinander abstimmen, fördert die Erfahrung von Individualität. Sind die entsprechenden motorischen Phänomene nicht verfügbar, ist das ein Hinweis auf eine neurotische Persönlichkeitsstörung. (Ursula Lischke in iba-news Nr. 4). |
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Krankheit
 Aufgrund der naturgegebenen Vergänglichkeit ist das Körperbild während des ganzen Lebens ein Forum für Konflikte. Im persönlichen Erleben erfordern diese Veränderungen die stete Auseinandersetzung mit Implikationen, die das Selbstverständnis, das Verständnis vom Anderen und von Beziehung betreffen. Insofern bedingt die Entwicklung des Körperbilds und die der Person die Auseinandersetzung mit Konflikten. Die Konfliktfähigkeit des Körperbilds ist also ein Indikator von Gesundheit. Das Körperbild erkrankt, wenn diese Konfliktfähigkeit fehlt. Dann wird es von Bewältigungsstrategien beherrscht, die das Erleben des Konflikts und dessen natürliche Lösung verhindern. Es ist eine Art von Stabilität, welche die Handlungsalternativen reduziert. Eine effektive bewegungsanalytische Intervention fördert die Auseinandersetzung mit dem vermiedenen zentralen Konflikt, um seine natürliche Lösung zu ermöglichen. Der schwierigste Teil einer Bewegungsanalyse ist also nicht, die Lösung des Konfliktes zu fördern, sondern das Erleben des Konfliktes, dann kommt die Lösung von alleine. Denn sie ist als Ressource der Natur des Menschen bzw. dem Körperbild immanent. Es werden also nicht Lösungen abgewehrt, sondern Konflikte. (Cary Rick in iba-news Nr. 6).
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Pathologie in der Bewegungsanalyse
 Chronifiziert sich im Körperbild die Unfähigkeit, einen Konflikt zu lösen, dann entsteht Krankheit. Die Bewegungsanalyse setzt sich nun aber nicht mit den biografischen Ursachen der Erkrankung auseinander, sondern - über die Analyse der Motorik - ausschliesslich mit dem Körperbild. (Cary Rick in iba-news Nr. 6).
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Psychomotorisches Bewegungssyndrom
 Das psychomotorische Bewegungssyndrom ist die Bewegungsressource für das geschlechtliche Körperkonzept. Die Verfügbarkeit über alle sensomotorischen, körpermotorischen und handlungsmotorischen Bewegungsalternativen ermöglicht es, "die unterschiedlichen Aspekte der eigenen Identität handelnd umzusetzen und dadurch zu bestätigen." (Rick 1996, S 87.)
(Ursula Lischke in iba-news Nr. 2).
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Selbstkonzept
Aspekte des Selbsterlebens
 Authentizität, Intimität, Komplementarität, Autorität und Integrität sind die Begriffe, die in der bewegungsanalytischen Theorie die sogenannten Seinskonzepte, das heisst spezifische Aspekte des Selbsterlebens, bezeichnen. (Ursula Lischke in iba-news Nr. 4).
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Sensomotorisches Bewegungssyndrom
 Das sensomotorische Bewegungssyndrom ist die Bewegungsressource für das kinästhetische Körperkonzept: die rezeptive Interaktion, bei der die Bewegungen des einen durch die des anderen initiiert werden, ermöglicht es, über den Tastsinn und/oder die Tiefensensibilität, die jeweiligen Berührungsflächen und Positionen des Körpers kinästhetisch wahrzunehmen. Der motorische Widerstand, d.h. Berührungsflächen nachzugeben oder entgegenzuwirken, fördert das spürbare Erkennen der eigenen Körpergrenzen und ermöglicht es, zwischen Selbst und Nicht-Selbst, Körper und Nicht-Körper zu unterscheiden. (Ursula Lischke in iba-news Nr. 2).
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Separation
 Intimes Selbsterleben kann mit Komplementarität in Konflikt geraten. Dieser hebt sich durch das interaktive Bestreben nach Individualität auf. Dadurch wird es möglich, sich selbst und den Anderen als Individuen zu begreifen, die sich komplementär aufeinander beziehen. Als Lösung resultiert die Separation aus dem Empfinden, dass Komplementarität Intimität nicht ausschliesst. Das heisst, anders zu sein impliziert nicht Entfremdung. (Cary Rick in iba-news Nr. 6). |
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Separationskonflikt
 Bei Separationskonflikten ist das Körperbild bestrebt, das Zusammenwirken von Intimität und Komplementarität zu umgehen: Das interaktive Bestreben nach Intimität wird zurückgehalten, und das interaktive Bestreben nach Individualität wird durch ein Bestreben nach Autorität ersetzt. Die Unfähigkeit, die Separation im Körperbild zu integrieren wird durch verschiedene Bewältigungsstrategien kompensiert: Manisch-Depressive streben danach, die Komplementarität durch gelegentliche grossartige Handlungen zu überwinden. Durch Grenzüberschreitungen soll der Kontext der komplementären Abhängigkeit gesprengt werden. Anorektiker setzen das interaktive Bestreben nach Autonomie ein, um die Komplementarität durch ein Grössen-Selbst zu überwinden. Der Andere, auf den sie sich komplementär angewiesen fühlen, wird durch den „Gegenstand“ des eigenen Körpers ersetzt. Dessen Erscheinungsbild meinen sie durch Hungern bestimmen zu können, um dadurch über die Komplementarität zu siegen. Zwanghafte pflegen die Unabhängigkeit, indem sie sich durch das interaktive Bestreben nach Autonomie unbeeinflussbar machen. Zu diesem Zweck wird als Mittel der grandiosen Selbst-Kontrolle die rituelle Handlung eingesetzt. Phobiker streben eine illusorische Unabhängigkeit an. Sie setzen das interaktive Bestreben nach Autonomie ein, indem sie sich durch Handlungsunfähigkeit von Aussen unbeeinflussbar machen. Süchtige ersetzen den Anderen, auf den sie sich komplementär angewiesen fühlen, durch eine Substanz. Ihre Fähigkeit, die Schwierigkeiten zu überwinden, um die Substanz zu beschaffen, stützt das Grössen-Selbst. (Cary Rick in iba-news Nr. 6).
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Trennung
 Komplementäres Selbsterleben kann mit Autorität in Konflikt geraten. Dieser hebt sich durch das interaktive Bestreben nach Autonomie auf. Dadurch wird es möglich, sich und den Anderen als autonome Wesen zu begreifen, die beide als Autoritäten gelten. Als Lösung resultiert die Trennung aus dem Empfinden, dass Autorität Komplementarität nicht ausschliesst. Das heisst, selbständig zu sein impliziert nicht Ungebundenheit. (Cary Rick in iba-news Nr. 6).
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Trennungskonflikt
 Bei Trennungskonflikten ist das Körperbild bestrebt, das Zusammenwirken von Komplementarität und Autorität zu umgehen. Zu diesem Zweck wird das Bestreben nach Autonomie eingesetzt, um ambivalent, die Komplementarität zu erhalten. Die Unfähigkeit, die Trennung im Körperbild zu integrieren wird durch verschiedene Bewältigungsstrategien kompensiert: Borderliner inszenieren komplementäre Abhängigkeiten und leugnen diese immer wieder durch Abbruch. BulimikerInnen passen sich komplementär an und versuchen insgeheim die Komplementarität durch ein selbstbestimmtes Ritual des Erbrechens zu überwinden. Das So-Sein der histrionischen Persönlichkeit ist darauf gerichtet, andere komplementär auf sich angewiesen zu machen. (Cary Rick in iba-news Nr. 6).
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Verbindung
 Das Körperbild gerät in Konflikt, wenn es gleichzeitig mit zwei unterschiedlichen Bestrebungen konfrontiert ist. Authentisches Selbsterleben kann mit Intimität in Konflikt geraten. Dieser hebt sich durch das interaktive Bestreben nach Identifikation auf. Dadurch wird es möglich, eine innere Verbindung zwischen sich und dem Anderen herzustellen. In der Folge kann das, was ausserhalb des eigenen sensomotorischen Selbsterlebens liegt, authentisch, als zur eigenen Welt gehörig, erlebt werden. Als Lösung resultiert die Verbindung aus dem Empfinden, dass Authentizität Intimität nicht ausschliesst. Das heisst ähnlich zu sein, impliziert nicht Selbst-Auflösung. (Cary Rick in iba-news Nr. 6).
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Verbindungskonflikte
 Die chronifizierte Unfähigkeit, Verbindungen zwischen Innen und Aussen herzustellen und dadurch die Isolation der absoluten Authentizität zu überwinden, ist für Autismus typisch. (Cary Rick in iba-news Nr. 6). |
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