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Die Entwicklung der Bewegungsanalyse

Die Methode der Bewegungsanalyse wurde von Cary Rick (USA), ADTR entwickelt. Ausgehend von einer kritischen Auseinandersetzung mit den seit 1942 in den USA praktizierten Techniken zur therapeutischen Anwendung von Tanz mündeten die Ergebnisse seiner Arbeit in der Formulierung der Methode der Bewegungsanalyse, die er 1987 als Ausbildung in Österreich, Schweiz und Deutschland institutionalisierte.
Die Methode der Bewegungsanalyse

Die Methode der Bewegungsanalyse fasst Bewegung nicht als Sprache, sondern als Handlung auf. Sie basiert auf der Annahme, dass die innere Vorstellung, die ein Mensch von seinem Körper hat, die individuelle Art und Weise, sich zu bewegen, also sich motorisch auf die Umwelt zu beziehen, d.h. zu handeln, prägt.

Die Analyse dieser individuellen Bewegungsmöglichkeiten erschließt einen Zugang zum Unbewussten des Sich-Bewegenden. Sie setzt bei den vorhandenen motorischen Handlungsmöglichkeiten an und leitet methodisch gezielt einen Prozess ein, in dem mit neuen Bewegungsmöglichkeiten experimentiert werden kann. Deren Integration führt zu einem erweiterten Selbstverständnis und erschließt neue Handlungsspielräume. Neue Wahrnehmungsmöglichkeiten des eigenen Körpers werden angeregt und ein Zugang zum persönlichen, kreativen Potential geschaffen. Der theoretische und diagnostische Beobachtungsfilter der Bewegungsanalyse ist die Motorik. Die Bewegungsnotation, ein standardisiertes Zeichensystem, ist das Diagnoseinstrument, um diese motorischen Phänomene zu erfassen.
Die Notation

Die Bewegungsnotation dient der Bewegungsanalyse als Diagnoseinstrument. Sie geht davon aus, dass sich jede körperliche Aktivität aus mehreren, einander bedingenden Aktionen zusammensetzt. Zum Beispiel es wird beobachtet, dass sich jemand hinsetzt. Über die körperliche Aktivität des Hinsetzens wird die Aktion eines Stellungswechsels thematisiert, die sich wiederum der Aktivität des Stützens unterordnet.

Die unterschiedlichen motorischen Aktivitäten, Aktionen und Phänomene werden nach folgenden Kriterien notiert: mobilisieren, beziehen, stützen, koordinieren, regulieren und motorische komplexe Phänomene wie gehen, laufen, springen, etc. Aus diesen beobachtbaren, notierten Elementen lassen sich Rückschlüsse auf Bewegungsvorlieben und -vermeidungen, auf unbewusstes Körperkonzept und Bewegungssyndrom schließen.
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